2000 Jahre Bergbauvergangenheit in Wiesloch

Bereits die Römer hatten im Raum Wiesloch, Nußloch und Baiertal nach Erzen geschürft.

Der aktive Bergbau endete in unserer Region erst 1953. Hohe Kosten bei der Wasserhaltung und fallende Weltmarktpreise machten die Förderung in Wiesloch unrentabel. Abgebaut wurden Blei, Silber-, Zink- und Eisenerze. Wenig ist aus dieser Zeit erhalten geblieben. Eine entsprechende Traditionspflege wird man in Wiesloch vergebens suchen. Das Feldbahn- und Industriemuseum unterhält deshalb einen kleinen Schaustollen mit Grubenbahn in Anknüpfung an die jüngste Bergbauvergangenheit in Wiesloch.

Auf Anfrage bieten wir sachkundige Führungen durch unsere Schauanlage an. Nutzen Sie einfach die Kontaktanschriften über unsere Homepage. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

  

Ehemalige Bergverwaltung (heute „Kalkwerk Hessler“) in Altwiesloch. Das Gebäude befindet sich am Ortsausgang Richtung Baiertal. Auf dem Gelände des Kalkwerks befand sich früher die alte Aufbereitung (Anlage nicht mehr vorhanden).

 

 


Die neue Aufbereitung am Schafbuckel in Altwiesloch. Die Anlage befindet sich am Ortsausgang an der Fahrstraße nach Dielheim. Das einfache Backsteingebäude fügt sich in die dortige Hanglage ein. Früher wurden mit der Grubenbahn die Erze direkt hierher transportiert und dann weiterverarbeitet. Das Privatgelände kann nur von außen eingesehen werden.

Unser Tipp für Entdecker:

Über die Stadtverwaltung Wiesloch kann man eine kostenlose Broschüre mit interessanten Informationen über den Bergbau im Raum Wiesloch beziehen (Dr. Ludwig H. Hildebrandt, 2003, Lokale Agenda 21 „Der Bergbau-Rundweg am Kobelsberg in Wiesloch-Baiertal“). Die meisten Informationen auf dieser Seite sind aus dieser Broschüre entnommen.

Der Bergbaurundweg am Kobelsberg ist frei zugänglich aber nur schlecht beschildert. Wir empfehlen eine topografische Landkarte die die Orientierung im Gelände erleichtert. Wer das Thema noch weiter vertiefen möchte findet in der Ausstellung des Wieslocher Heimatmuseums zusätzliche Informationen (Städtisches Museum Wiesloch, Röhrgasse 28, 69168 Wiesloch, Öffnungszeiten: So. 14.00-16.00 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 06222/84305) . Auch die örtliche Volkshochschule bietet immer wieder vielfältige geologische und bergbauhistorische Themenführungen an.

 

Eisenbahnbrücke der ehemaligen Nebenbahn Wiesloch-Meckesheim. Die neue Aufbereitung des Bergwerks hatte hier einen eigenen Gleisanschluss. Die genietete Eisen-Stahlkonstruktion dient heute als Radwegüberführung.
 

Ehemaliges Betriebsgebäude am Holzlagerplatz des Schafbuckelschachtes. Das Bauwerk mit ausgemauertem Holzfachwerk ist weitgehend noch im Originalzustand erhalten geblieben. Leider befindet es sich in einem schlechten Zustand. Direkt an derFahrstraße nach Baiertal gelegen kann es von außen eingesehen werden.

 

 

 

Das Portal des neuen Friedrichstollen ist als einziges gemauertes Stollenmundloch erhalten geblieben und steht nun unter Denkmalschutz. Die Anlage ist frei zugänglich und befindet sich unmittelbar an der Verbindungsstraße Wiesloch-Baiertal.